EMOP Berlin: Die Fotografie als „Welteröffnungsmaschine“

EMOP Berlin: Die Fotografie als „Welteröffnungsmaschine“

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Der Bundespräsident eröffnete im Schloß Bellevue den Monat der Fotografie. Anlass gab der europäische Monat der Fotografie, der in insgesamt acht europäischen Städten stattfindet und in Berlin im Oktober mit über 100 Veranstaltungen gefeiert wird.

Das Hauptthema war die Inflation der Bilder und ihre Auswirkung. Was diese Inflation mit der Fotografie macht, das ist die eine Frage; was mit den Menschen, die ihr ausgesetzt sind, die andere. Joachim Gauck sagt dazu: „Was durch den Blick eines anderen wertvoll wird, wird für einen selber wertvoll.“

Am EMOP Fotofestival in Berlin 2016 beteiligen sich 120 Institutionen – darunter Museen, Kulturinstitutionen, Galerien, Botschaften, Fotoschulen und Projekträume und zeigen ein breites Spektrum fotografischer Positionen.

http://www.emop-berlin.eu/de/

Von besonderem Interesse ist die Beurteilung der EMOP Jury zu den Einreichungen. Die Jury fand „besonders auffällig sind die vielen gut recherchierten, historischen Entdeckungen in der Fotografie und Neubewertungen geschichtlichen Materials. Hervorstechend ist der Anteil der Schwarz-Weiß-Fotografie, nicht nur im historischen Rahmen, sondern auch in den zeitgenössischen Projekten, vielleicht um den jüngeren Arbeiten eine stärkere zeitgeschichtliche Bedeutung zu verleihen.“ Rückgängig zu 2014 wären dagegen  Ausstellungsthemen “ in der die gegenwärtige Fotografie als politisches Medium begriffen wird oder soziale Fragen reflektiert werden. Zudem scheint das Interesse der Fotografie, die Welt zu bereisen und in fernen wie uns nahen Ländern Entdeckungen zu machen, etwas erlahmt.“

Das Gemeinschaftsprojekt EMOP European Month of Photography findet alle zwei Jahre mit Fotofestivals in den Partnerstädten Berlin, Bratislava, Budapest, Ljublijiana, Luxemburg, Paris und Wien statt. Ziel des Projekts ist es, die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene zu fördern, die internationale Fotoszene zu stärken, den Austausch von Informationen und Erfahrungen zu intensivieren, die Wechselwirkung von Lehren und Lernen zu verdeutlichen und junge Künstlerinnen und Künstler zu unterstützen.

 

 

 

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