Nach einem Architekturstudium mit Diplomabschluss studierte Schwier 1983-1987 an der Kunstakademie Düsseldorf. Sein mittlerweile umfangreiches und facettenreiches Werk besteht aus mehr oder weniger in sich abgeschlossenen Serien aus den größeren Bereichen Architektur- und Landschaftsfotografie.

NIGHTSHOTS

Innerhalb der einzelnen Themenblöcke widmet sich eine Serie u.a. Nachtaufnahmen aus nord- und südamerikanischen Städten  in der die raumbildende Wirkung von Licht zum Thema gemacht wird. Die künstliche Beleuchtung hinterlässt zudem oft den Eindruck einer künstlichen Einrichtung als verwaister Drehort oder Bühne.

INTERIEURS

Hier beschäftigt sich Schwier mit der fotografischen Abwicklung komplexer Bauwerke der Moderne. Zuweilen vollziehen die Serien einen Gang durch Gebäude nach und spiegeln damit die architektonische Dynamik der Räume in der fotografischen Bewegung durch Architektur.

GREENHOUSE

In der Serie „GREENHOUSE / AGRICULTURE“ wird die menschliche Hervorbringung von heutiger Natur thematisiert. Das Gewächshaus, aus dem ein großer Teil unserer Lebensmittel stammen, stellt dabei eine Art Leitbild dar. Die Industrialisierung der Landwirtschaft ist heute derart flächendeckend, dass von natürlichen saisonalen Prozessen fast schon keine Rede mehr sein kann. Zugleich vermitteln die Fotografien einen anschaulichen Eindruck von den menschlichen Ordnungsvorstellungen gegenüber der Natur.

WORKOUT

Eine Reise nach Cuba in 2009 brachte den Besuch in einem Fitnessstudio mit sich. Hier zeigt sich, dass im Vergleich zu unseren high tec Fitness Studios es auch anders geht, auch was das Outfit angeht. In Flip-flops, Unterhemd und an zusammen gebastelten Geräten. Aber das Resultat ist beeindruckend.

ENDLESS SUMMER

„Ein Augenblick, der eine Stimmung einfängt und damit ein Lebensgefühl. Die besondere Perspektive verdeutlicht die Unwichtigkeit des Einzelnen und damit entsteht ein friedliches Miteinander. Die spartanischen, bescheidenen Accessoires zeigen zum einen wie wenig es braucht um eine Zufriedenheit zu finden und zum anderen auch die Universalität. “ Gerd Rainer Frost

“ Witzig aber klassisch schön: ‚Dejeuner sur l’herbe‘ für die Neuzeit.“ David Galloway

„Eine sehr schöne Arbeit. Humorvoll aber auch spannend, wie da ‚temporäre Lagerstätten‘ entstehen. Außerdem auch körpersprachlich interessant – man fragt sich ja sofort, in welchem Verhältnis die Beteiligten zueinander stehen.“ Robert Morat

CTRL-SPACE

Im Vergleich zur Serie Endles Summer, widmet sich dieses Serie aus ähnlicher Perspektive einem ernsten Thema. Die Stativhöhe verweist nun auf die mittlerweile allgegenwärtigen Videokameras und thematisiert damit fotografisch das mittels Überwachungstechnik generierte Bild der Welt.

WIDE WHITE SPACE

Im Kontrast zu  ‚Endless Summer‘  entstanden im selben Sommer 2013 auf Grönland Aufnahmen der Einsamkeit. Gefrorene Strukturen, Eisberge, die wie Skulpturen aus dem Meer ragen. An denen Wind und Wetter nagt. Die Gegenüberstellung der so unterschiedlichen Seiten eines Sommers wirkt besonders spannend.

 

Lebenslauf